Was macht ihr eigentlich bei mantro?

Yannic Metz

Der Begriff „Innovation“ ruft viele Emotionen hervor. Jeder will es, alle bieten es. Es klingt oftmals total unkonkret und sowieso weiß keiner, was Innovation eigentlich genau ist.

Wenn uns jemand fragt was wir bei mantro tun, sagen wir oft „digitale Innovation“ – nur um als Reaktion, wie vorkonditioniert, hochgezogene Augenbrauen zu sehen, die ausdrücken „Oh, noch ein Berater…“, und einen Blick zu erfahren, der außerdem fragt „was genau wollt ihr mir damit denn sagen?“.

Dieser Blogpost soll dazu dienen, auf die erste Aktion zu reagieren und die letztere Frage zu beantworten. Er behandelt die Herausforderungen in der heutigen Wirtschaftswelt, welche Fähigkeiten notwendig sind, um zu bestehen, und was genau „digitale Innovation“ und eine Rolle wie unsere hierbei eigentlich bedeuten.

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Wir leben in einer Welt ständigen Austausches, sind alle miteinander verbunden und vernetzt. Informationen verbreiten sich rasant und unglaublich transparent. Klassische Marktgesetze werden außer Kraft gesetzt und neue geschaffen. Geschäftsmodelle, Produkte und Angebote entstehen gefühlt über Nacht und die Geschwindigkeit, mit der entwickelt wird, ist so hoch wie nie! Und die größte Herausforderung für etablierte Konzerne: neue Startups entstehen überall. Die Konkurrenz von heute ist nicht mehr nur der Big Player, mit dem man sich schon immer um die Marktführerschaft gestritten hat – sondern der kleine Entwickler im Hinterhof eines Co-working-space im Silicon Valley, über den man keinerlei Informationen besitzt. Und der noch dazu doppelt so schnell auf neue Anforderungen reagieren und trotz seiner geringen Größe sogar jederzeit auf Risikokapital großer Investoren zugreifen kann.

Mit diesen Veränderungen der Märkte verschieben sich auch die Fähigkeiten, die notwendig sind um sich erfolgreich aufzustellen und zu repositionieren. Das Ziel, sich gegen die neu erwachsene Konkurrenz durchzusetzen und sich selbst zukunftsträchtig aufzustellen erreicht man vor allem durch Geschwindigkeit und Flexibilität in der Entwicklung und Einführung neuer Geschäftsmodelle und Produkte. Wer darüber hinaus in der Lage ist, direkte Reaktionen einzuholen und zu interpretieren kann dann sein Angebot ständig verbessern. Essentiell hierfür ist eine Ausrichtung auf die konkrete Realisierung von verwertbaren Ergebnissen in jedem Entwicklungsschritt, die ständige praktische Erprobung von Lösungen und eine konstruktive Einstellung zu Fehlschlägen und negativem Feedback.

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Innovation bedeutet hierbei eigentlich nichts weiter als Erneuerung. Erneuerung von Geschäftsmodellen, Services, Produkten. Klingt erstmal einfach, aber: Woher weiß man was erneuert werden muss? Und sowieso, woher weiß man vorher, ob das Neue auch besser als das Alte ist?

Ehrliche Antwort: Vorher wissen, tun wir das auch nicht… aber das wird auch überschätzt! Anders gesagt ist zu viel vorher „wissen“ sehr gefährlich. Es schützt einen nämlich nicht vor Fehlern, sondern vor allem davor neues auszuprobieren. Und genau darum soll es bei Innovationen gehen. Wissen ist gegenwartsorientiert. Innovation ist zukunftsorientiert. Und Dinge die gestern falsch waren, können morgen schon richtig sein. Nur wer weiß, dass er nichts über die Zukunft weiß, hat die Möglichkeit Potenziale zu finden.

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Das sollte nicht falsch verstanden werden, Wissen und auch Erfahrung sind unglaublich wichtig für wirtschaftlichen Erfolg und auch für den Erfolg von Innovationen. Es braucht beides um erfolgreich zu innovieren, aber es ist nicht möglich vorher zu wissen was funktionieren wird und was nicht. Viel besser als zu glauben etwas zu wissen, ist etwas umzusetzen, herauszufinden, ob es funktioniert und es dann besser zu machen. Das schöne hierbei ist, wenn man weiß, dass etwas funktioniert, dann, weil man sieht, dass es funktioniert – es existiert.

Die Frage, die sich also eigentlich stellt, ist: Wie erneuert man denn richtig?

Die wichtigsten Fähigkeiten bei Innovation bestehen nicht allein darin kreativ zu sein oder Markttrends erkennen zu können. Essentiell ist nicht nur das Erkennen und Überlegen, sondern vor allem das Umsetzen, Fehler Identifizieren und Verbessern. Innovation bedeutet nicht einfach eine Idee zu haben. Innovation bedeutet, diese Idee bis zum Schluss zu verfolgen und anzuwenden.

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Erneuerung entsteht indem man schnellstmöglich ausprobiert und sich echte Marktreaktionen einholt; bei der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und Produkte stets inkrementell, umsetzungsfokussiert und anwenderorientiert agiert; Stakeholder in die Entwicklung von Lösungen einbindet – nicht nur, weil diese gerne eingebunden werden möchten, sondern weil sie unglaublich wertvolles Feedback haben. Innovationen sind dann erfolgreich, wenn man nicht versucht auf Anhieb die beste Lösung zu entwickeln, sondern stetig überprüft, ob das was man entwickelt hat der besten Lösung für den Anwender näherkommt und in der Lage ist weiteres Feedback umzusetzen.

Wenn uns nun also wieder jemand fragt was wir tun und wir sagen „Innovation“, dann meinen wir, dass wir gut darin sind, jeden Tag eine Veränderung ein Stück weiterzuentwickeln, zu implementieren, Reaktionen zu beobachten, zu analysieren und daraus zu lernen. Kundeninteressen in den Mittelpunkt unseres Handelns zu stellen, und auf deren Anforderungen postwendend zu reagieren. Innovation ist der ganze Weg von einer Idee bis zu einem markterprobten Produkt, Service und Geschäftsmodell. Diesen Weg auf allen Ebenen zu gehen ist was wir tun.

Wir beraten nicht nur, wir realisieren.